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Flohr Foto: SPD Ortsverein Gemeinde Holle

31. Oktober 2020: Demokratie lebt vom Mitmachen - Simone Flohr

aus Sillium
Bis 2019 war ich Gemeinderatsmitglied, Vorsitzende des Jugendausschusses und stellv. Vorsitzende des Schul- und Sportausschusses, sowie Ortsratsmitglied und stellv. Bürgermeisterin der Ortschaft Sillium.
Da ich seit dem Sommer 2019 Angestellte der Gemeinde Holle bin und im Kindergarten Heersum arbeite, musste ich meine Ämter niederlegen.
2011 wurde ich zur Vorsitzenden des Ortsvereins Sillium gewählt, später zur Vorsitzenden des Ortsvereins Derneburg-Holle-Sillium. Jetzt bin ich kommissarische Vorsitzende des Ortsvereins Gemeinde Holle und Sprecherin des Arbeitskreises Umwelt des SPD Unterbezirks

Frage 1: Warum bist Du Mitglied in der SPD?

Die Frage der Gerechtigkeit im Bereich der sozialen Gerechtigkeit aber auch im Bereich Geschlechtergerechtigkeit sowie das Thema Umweltschutz haben mich seit meiner Jugend immer wieder beschäftigt.
2010 habe ich festgestellt, dass im damaligen SPD Gemeindeverband Offenheit und Tatkraft für neue Ideen herrschte. Somit war klar, dass hier der richtige Platz für mich ist, um die Gemeinde mitzugestalten.

Frage 2: Warum engagierst Du Dich in der Kommunalpolitik?

Als ich 2002 mit meiner Familie von Hildesheim nach Sillium zog, war dies eine bewusste Entscheidung für ein Leben auf dem Land. Mit der Zeit wurde aber auch klar, dass man auf dem Land Abstriche machen muss z.B. im Bereich der Kinderbetreuung. Damals gab es Kindergärten für Kinder ab 3 Jahren, von einer Krippe sprach hier niemand. Die Väter gingen arbeiten, die Mütter warteten bis die Kinder einen Kindergartenplatz (mit einer Betreuungszeit bis max. 12:00 oder 13:00) bekamen. So hatte ich mir das nicht vorgestellt! Wo war sie hin die Geschlechtergerechtigkeit?

Somit wurde ich Mitgründerin der Initiative „Eine Krippe für Holle“ und 2007 wurde in Grasdorf die erste Krippe in Betrieb genommen. Ab dem Zeitpunkt war klar: Ich kann etwas bewegen!

Der Gemeinderat bestand damals aus 2 Frauen und gefühlt lauter „alten Männern“ (ich war damals Anfang 30). Das musste geändert werden! 2010 wurde ich von Bernd Leifholz, dem damaligen Vorsitzenden des SPD Gemeindeverbands gefragt, ob ich für den Gemeinderat kandidieren möchte. Der Schritt in die Kommunalpolitik 2011 war eine logische Schlussfolgerung meines bisherigen Engagements.

Frage 3: Seit wann?

Ich bin seit April 2010 Mitglied der SPD.

Frage 4: Welche politischen Themenbereiche sind Dir besonders wichtig?

  • Ich bin fest davon überzeugt, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einen wichtigen Faktor im Rahmen der Geschlechtergerechtigkeit darstellt und somit auch ein Faktor ist, ob ein Leben auf dem Land für Familien attraktiv ist.
  • Mobilität im ländlichen Raum ist ein weiterer wichtiger Schwerpunkt und muss im Kontext Klimawandel auch für unsere Gemeinde noch mal genau betrachtet werden.
  • Natur-, Klima- und Artenschutz sind die Grundbausteine, die wir auch in unserer Gemeinde weiter in den Fokus rücken müssen, um unseren Kindern und Enkelkindern eine lebenswerte Gemeinde zu hinterlassen. Klima- und Umweltschutz ist Menschenschutz!
  • Aber auch das Zusammenleben in den einzelnen Orten mit Vereinen, Dorfgemeinschaftshäusern und Initiativen macht das Leben auf dem Land lebenswert und sollte von der Kommunalpolitik immer gefördert werden.

Frage 5: Wie viel Zeit investierst Du?

Rückblickend gesehen habe ich unterschiedlich viel Zeit investiert. Kommunalpolitik ist für mich auch eine Art Hobby, wenn ich es nicht gerne machen würde, würde ich wohl etwas anderes tun.

Frage 6: Was macht Dir besonders viel Spaß?

Herausforderungen gemeinsam meistern und neue Wege beschreiten macht mir besonders viel Spaß. Natürlich hat dies immer auch mit Diskussion und auch mit Kompromiss zu tun, aber genau davon lebt Demokratie!

Frage 7: Warum lässt Du Dich für die nächste Kommunalwahlen wieder oder nicht mehr aufstellen?

In der Gemeinde Holle darf ich mich, da ich Angestellte der Gemeinde bin, nicht aufstellen lassen.

Für den Kreistag könnte ich kandidieren, werde ich aber nicht.

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