Am 13. Juni 2026 machten sich SPD-Landratskandidat Bernd Lynack, Mitglieder der SPD Holle und Interessierte gemeinsam per Fahrrad auf den Weg quer durch die Gemeinde Holle. Im Mittelpunkt der Tour standen Gespräche mit Menschen, die sich vor Ort engagieren – an konkreten Orten, mit konkreten Anliegen.

Den Auftakt machte ein Treffen mit der DRK-Vorsitzenden Sieglinde Deffner-Korrmann vor dem Bahnhof Holle. Seit dem Brand im Bahnhofsgebäude sind die Räumlichkeiten – darunter auch die ehemalige Kleiderkammer – nicht mehr nutzbar. Ein erheblicher Verlust für das DRK und die gesamte Gemeinde. Damit die Gemeinde mit der Sanierung des Gebäudes beginnen kann, bedarf es allerdings zunächst die Entwidmung des Bahnhofs von Seiten der Bahn. Eine rechtliche Hürde, die hoffentlich bald gelöst werden kann.

Vorbei am Kindergarten Holle wurde die Situation rund um den geplanten Neubau thematisiert. Die Lösung für den Ganztagsbetrieb ist trotz laufender Planungen noch in weiter Ferne. Maike Gückel, SPD-Fraktionsvorsitzende und SPD-Bürgermeisterkandidatin, übte deutliche Kritik: „Wichtige Entscheidungen werden verzögert, die Fraktionen des Gemeinderats werden nicht mitgenommen und eine konkrete Lösung für den Ganztag ist nicht in Sicht.“

Durch Holle führte die Route weiter zum Familienpark in Sottrum, wo Peter Deicke den Landratskandidaten herzlich empfing. Bei einem kleinen Rückblick auf 40 Jahre Familienpark gab er Einblicke in das tägliche Geschäft und die Geschichte dieses besonderen Ortes.

Weiter ging es zur Kastanienallee nach Derneburg, wo die Vorstandsmitglieder Stefan Piwanski und Ross Duthie der Paul-Feindt-Stiftung die Gruppe empfingen. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Verkehrssituation in der Kastanienallee, die durch ein Naturschutzgebiet führt: Autos dürfen dort werktags mit 70 km/h fahren, an Wochenenden und Feiertagen mit bis zu 50 km/h – für Fußgänger, Radfahrende und Wildtiere viel zu schnell. „Sogar Eisvögel können den Autos bei diesen Geschwindigkeiten, die oft auch höher liegen, nicht ausweichen“ so Stefan Piwanski. Die Stiftung, Derneburger sowie die SPD Holle fordern Tempo 30 sowie gezielte Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Rechtlich ist die Situation jedoch komplex: Die Entscheidungskompetenz liegt bei der Verkehrskommission – weder Landrat noch Kreistag können hier direkt anordnen. „Gefragt sind deshalb kreative Lösungsansätze.“, so Bernd Lynack, der das Anliegen absolut nachvollziehen konnte. „Wir werden das Thema weiter in der SPD Kreistagsfraktion diskutieren und nach Lösungen suchen“, versprach Simone Flohr, die unter anderem stellvertretendes Mitglied des Umweltausschusses ist.

Den Abschluss bildete ein geselliger Stopp auf dem Dorfplatz in Grasdorf – mit Ehrenamtlichen, Kaffee, Kuchen, Schmalzbroten und Bier. Informationen über den Dorfplatzverein und ein Gespräch mit Ortsbrandmeister Patrick Würfel rundeten einen gelungenen Vormittag mit interessanten Einblicken und wertvollen Begegnungen ab.

„Die Fahrradtour zeigte eindrücklich: In der Gemeinde Holle gibt es viel Engagement – und ebenso viele Themen, die politischen Einsatz auf allen Ebenen und konkrete Lösungen brauchen.“ so Simone Flohr, SPD Kreistagsabgeordnete