SPD Gemeinde Holle setzt bei spontaner Fotoaktion auf dem Thieplatz ein Zeichen für Demokratie: Mit klarer Haltung gegen Rechts
Unter dem Motto „Mit klarer Haltung gegen Rechts“ fanden sich im August Mitglieder der SPD Gemeinde Holle auf dem Thieplatz zu einer Fotoaktion zusammen. Ausgangspunkt war die Bank vor dem Rathaus, an der neben der Bank der Spruch „Kein Platz für Rassismus!“ angebracht ist. Die Bank wurde im Rahmen einer Kundgebung aufgestellt, die 2024 in Holle stattfand.
Anlass der damaligen Kundgebung waren die Enthüllungen des Correctiv-Rechercheteams vom Januar 2024 über ein Treffen von Rechtsextremisten in Potsdam im November 2023. Bei dieser Zusammenkunft der AfD, an der auch einzelne Mitglieder der CDU sowie rechtsextreme Unternehmer teilnahmen, hatte der Rechtsextremist Martin Sellner seinen sogenannten „Masterplan zur Remigration“ vorgestellt. Als die Pläne öffentlich wurden, gingen an mehreren Wochenenden im Januar 2024 bundesweit Millionen Menschen aus Protest auf die Straße, auch in Holle positionierten sich mit der Kundgebung Bürgerinnen und Bürger.
„Für uns ist es gerade im Kommunalwahlkampf besonders wichtig, mit klarer Haltung ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen“, so Simone Flohr. „Bei der Vielzahl der Kandidierenden der demokratischen Parteien in unserer Gemeinde findet bestimmt jeder eine Person aus der Gemeinde, der man zutraut, die kommunalpolitischen Themen in den nächsten fünf Jahren gut zu meistern. Einen Grund, aus Protest eine gesichert rechtsextreme Partei zu wählen, gibt es nicht.“
Die spontane Aktion hatte sich an dem Nachmittag herumgesprochen, so dass auch aus der Nachbarschaft des Rathauses Anwohnerinnen und Anwohner kurzfristig dazukamen. Auch Vertreterinnen der „Omas gegen Rechts“ waren vor Ort dabei und setzten ein Zeichen für Demokratie und gegen Rassismus.
Unterstützt wurde die Aktion zudem von SPD-Mitglied Benno Haunhorst. Er hatte die Geschichte der jüdischen Mitbürgerin Berta Fränkel recherchiert, die mit ihrer Familie im heutigen Heimatmuseum gelebt und gearbeitet hatte, bevor sie während der NS-Zeit in hohem Alter deportiert und ermordet wurde. Ein Stolperstein erinnert heute Dank seiner Initiative vor dem Museum an ihre Ermordung. „Der Kampf gegen Rechts zieht sich durch meine Familiengeschichte und beginnt bereits bei meinem Großvater, der ebenfalls schon SPD-Mitglied war“, so Haunhorst.
Ob Omas gegen Rechts oder die jüngere Generation der SPD Holle, die spontane Aktion
macht deutlich: Die Erinnerung an die Vergangenheit und der Einsatz für Demokratie
verbinden Generationen.