Gegen das Vergessen: Stolperstein für Berta Fränkel
Am 4. Februar 2026 wurde in der Bertholdstraße 16 in Holle ein Stolperstein zum Gedenken an die jüdische Mitbürgerin Berta Fränkel verlegt. Dort hatte sie viele Jahre gelebt, bevor sie während der Zeit des Nationalsozialismus zwangsweise nach Hildesheim umgesiedelt, 1942 deportiert und im Vernichtungslager Treblinka ermordet wurde. In dem Haus befand sich einst auch das Textilgeschäft ihrer Familie - der einzigen jüdischen Familie des Ortes.
Verlegt wurde der Stein durch den Künstler Gunter Demnig auf dem Weg zum Heimatmuseum. Die Initiative ging auf einen Antrag der SPD Fraktion im Holler Ortsrat zurück. Die Patenschaft übernimmt der Ortsrat.
An der Verlegung nahmen unter anderem Maike Gückel und Zilan Zümrüt teil. „Mit dem Stolperstein holen wir die Geschichte von Berta Fränkel sichtbar in unsere Gemeinde zurück und übernehmen Verantwortung für Gegenwart und Zukunft“ sagte Maike Gückel. Zilan Zümrüt betonte: „Der Stolperstein erinnert uns täglich daran, wachsam zu bleiben und Menschlichkeit zu bewahren.“
Besonderer Dank galt Benno Haunhorst für seine Recherche sowie Gunter Demnig für die würdevolle Verlegung als bleibendes Zeichen gegen das Vergessen in Holle.