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SPD-Gemeindeverband Holle

Wir in Holle

„Pflegekammer in Niedersachsen – eine notwendige Interessenvertretung oder ein falsches Instrument?“ , so der Titel der Veranstaltung, zu der die SPD in der Gemeinde Holle eingeladen hatte. „Unser Ziel war, bei einem wichtigen Thema ein Gespräch anzubieten“, so Maike Gückel, stellv. Vorsitzende der Holler SPD. Die Veranstaltung habe die Probleme der Pflegekammer aufgezeigt. Es ist sinnvoll, die ohnehin vorgesehene Evaluation der Pflegekammer deutlich vorzuziehen, so Maike Gückel in ihrem Fazit.

Der Einladung zu der Veranstaltung waren 35 interessierte Bürgerinnen und Bürger gefolgt.

Als Gesprächspartnerinnen standen im Rahmen der Veranstaltung Aysun Turkunkardes, ver.di Landessekretärin im Bereich Gesundheitswesen, und Uwe Schwarz MdL und sozialpolitischer Sprecher der SPD Landtagsfraktion zur Verfügung.

Uwe Schwarz skizzierte in seinem Einstiegsvortrag den Hintergrund für die Einrichtung einer Pflegekammer in Niedersachsen und setze sich mit der aktuellen Kritik an der Kammer auseinander. Aysun Turkunkardes formulierte die Kritik an der Pflegekammer aus Sicht der Gewerkschaft ver.di und der Beschäftigten.

In der sich anschließenden Diskussion äußerten viele der anwesenden Pflegekräfte Unmut über die Gebührenbescheide. Unter anderem die Höhe der Pflichtbeiträge und die Zusendungen kurz vor Weihnachten hätten das Vertrauen in die Kammer enttäuscht. Hinzu käme die schlechte Erreichbarkeit der Pflegekammer. So gebe es keine Reaktion auf E-Mails und Briefe. Auch die verpflichtenden Fortbildungen standen in der Kritik. Die Pflegekammer habe mit den verpflichtenden Fortbildungen nichts Neues erfunden, da zum Beispiel auch der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) Fortbildungen für die Pflegerinnen und Pfleger vorschreibe, weil die Pflegedienste sonst nicht die vollen Leistungen bezahlt bekämen.

Maike Gückel zeigte sich mit Veranstaltung und der Diskussion zufrieden. Gleichzeitig betont sie das grundsätzliche Problem der Pflegekammer. „Die Veranstaltung hat gezeigt, dass sich der Nutzen der Pflegekammer den Betroffenen nicht erschließt. Mir übrigens auch nicht“, so Maike Gückel. „Es ist ohnehin eine Evaluation der Pflegekammer, ihrer Arbeit und Erfolge vorgesehen. Aus meiner Sicht ist es das Beste, diese Evaluation deutlich vorzuziehen.“

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