Seit einigen Jahren werden in der Gemeinde Holle die zahlreichen Straßen und Gehwege nur noch notdürftig instandgehalten. Statt nachhaltiger Sanierungen beschränken sich die Maßnahmen häufig auf das Flicken der vorhandenen Schlaglöcher. 

Dabei standen im Haushalt für das Jahr 2025 ausreichend Mittel für eine grundlegende Erneuerung von Teilen der Infrastruktur zur Verfügung. Durch einen Antrag der SPD-Fraktion vom 13.11.2024 wurde der finanzielle Ansatz im Haushalt 2025 für die Sanierung von Straßen von 100.000 Euro auf 600.000 Euro deutlich erhöht. „Über die Zustimmung zu unserem Antrag haben wir uns im letzten Jahr sehr gefreut“, so die Vorsitzende der SPD- Gemeinderatsfraktion und Bürgermeisterkandidatin Maike Gückel. „Mit dieser Summe hätten mehrere gemeindeeigene Straßen in einen besseren Zustand gebracht werden können.

Die Straße Südweg in Hackenstedt steht zum Beispiel seit dem Jahr 2021 auf der Liste der zu sanierenden Straßen. Trotz der erhöhten Mittel ist eine Sanierung bisher nicht erfolgt. Der Zustand der Straße verschlechtert sich zunehmend und durch die Verzögerung steigen die Kosten für die Sanierung deutlich an. „Je länger man mit der Sanierung wartet, umso teurer wird es. Wenn finanzielle Mittel vorhanden sind, sollten sie auch gezielt und nachhaltig eingesetzt werden“, betont Felix Sukop, stellvertretender Bauausschussvorsitzender. 

Insbesondere sollten die personellen sowie die finanziellen Kapazitäten der Kommune auch in ihre eigenen Straßen fließen und nicht in Straßen, die z. B. dem Land gehören, wie es im Falle des Baues eines Kreisels am Zimmerplatz der Fall wäre. „Als SPD halten wir dieses Projekt für nicht sinnvoll. Wenn es aber realisiert werden soll, dann müssen die geplanten 800.000 Euro eigentlich vom jeweiligen Eigentümer zur Verfügung gestellt werden, also vom Land und nicht von der Gemeinde Holle, wie es Bürgermeister Hoppe plant“, so Maike Gückel. „Es gibt wichtigere Infrastrukturprojekte in unserer Gemeinde, in denen 800.000 Euro sinnvoller investiert wären.“


Die SPD-Fraktion fordert einen verbindlichen Sanierungsplan mit klaren Prioritäten, um Straßen und Gehwege schrittweise grundlegend zu erneuern, statt dauerhaft nur Schäden zu verwalten. „Nur so kann die Infrastruktur erhalten und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in eine verantwortungsvolle Kommunalpolitik gestärkt werden“, unterstreicht Maike Gückel.